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Wertvolle Fettsäuren
Unser Körper nützt Fettsäuren aus unserer Nahrung um entzündungshemmende Eicosanoide herzustellen. Dazu benötigt er eine wichtige Quelle, die Omega 3 Fettsäure, eine der wichtigsten Nährstoffe für Gehirn und Organismus. Diese Fettsäure kann der Organismus nicht selbst herstellen (deswegen "essentiell"). Sie ist gleichzeitig ein anti-entzündlich wirkender Hauptnährstoff für den menschlichen Organismus.
Zum Vergleich blicken wir auf die Omega 6 Fettsäure, die in den mehrfach ungesättigten Pflanzenölen, wie Distel-, Sonnenblumen- und Maisöl vorkommt. Diese beinhaltet Eicosanoide, welche im Gegenzug Entzündungen fördern.
Aus diesem Grund ist ein ausgewogenes Verhältnis dieser beiden Fettsäuren in unserer Nahrung entscheidend. Unsere Vorfahren aßen Lebensmittel mit einem gesunden Verhältnis von Omega-6 zu Omega 3 (1:1/2:1). Heute ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren nicht mehr ausbalanciert. Wir ernähren uns von Speisen, die zu viel Omega 6-Fettsäuren enthalten (Verhältnis von: 10:1, 40:1 bis hin zu 100:1).

Wissenswertes über Pflanzenöle
Pflanzenöle bestehen aus einfach ungesättigten Fettsäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure), Vitamin E, Vitamin A, Lecithin und Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffen.
Tierische Fette, wie Butter und Schmalz, enthalten überwiegend gesättigte Fettsäuren und sind am Gesamtcholesterinspiegel beteiligt. Einfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen das „gute“ HDLCholsterin und senken das „schlechte“ LDL Cholesterin im Blut und schützen somit vor Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben einen großen gesundheitlichen Vorteil gegenüber Butter und tierischen Fetten, da sie für die Bildung von Hormonen benötigt werden und die Zellmembranen stabilisieren, ebenso steuern sie den Fettstoffwechsel. Fettsäuren beeinflussen mit komplexen Mechanismen Entzündungen in unserem Körper.
Die Omega 6-Fettsäuren, wie die Arachidonsäure, auch Linolsäure genannt (sie kommt vor allem in fetten tierischen Produkten vor), begünstigen Entzündungen.
Anders ist es mit den Omega3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäuren), wie EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die im Gegenzug Entzündungen verhindern bzw. lindern. Inzwischen hat es sich auch weitgehend herumgesprochen, dass nicht der vermehrte Verzehr von ungesättigten Fettsäuren ausschlaggebend für eine gesunde Ernährung ist, sondern das richtige Verhältnis der beiden Omega-Fettsäuren zueinander. Ein ungünstiges Verhältnis begünstigt Krankheiten wie Herzkreislauferkrankungen und chronische Entzündungen.
Den besten Effekt für die Gesundheit hat ein Verhältnis von Omega-6: Omega-3 von 5 : 1.
Bitte beachten Sie auch den Unterschied zwischen dem Omega 3 Gehalt in Bioeiern zu Eiern aus Käfighaltung: Welche Eier sind gesund und wo gibt es Eier mit 22-mal mehr Omega-3 als herkömmliche Eier?
Das Verhältnis der Fettsäuren in Pflanzenölen
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE 2011